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PFLEGEHINWEISE:

ALLGEMEIN:    Sorgfältige und regelmäßige Pflege ist der Schlüssel zur Verlängerung der Lebensdauer und Aussehen von Polstermöbeln und Dekorationsstoffen, die im täglichen Gebrauch vielen verschiedenen Verschmutzungsarten ausgesetzt sind. Man sollte nicht vergessen, daß sich auf Vorhängen und Möbel dieselbe Staubmenge absetzt wie auf anderen Flächen im Haus. Durch regelmäßigen Einsatz eines Staubsaugers mit geeigneter Saugvorrichtung kann die Lebensdauer von Deko- und Möbelstoffen wesentlich verlängert werden. Lose Teilchen sollten abgebürstet werden bevor sie sich festsetzen können.

VERBLASSEN:    Bedruckte und gefärbte Dekorationsstoffe besitzen heutzutage hohe Beständigkeit gegen Verblassen durch Lichteinwirkung. Alle Stoffe verblassen jedoch irgendwann, deshalb sollten Vorhänge immer gefüttert und bei Tageslicht möglichst vom Fenster zurückgezogen sein. Polsterstoffe sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

CHEMISCHE REINIGUNG:    Bestimmte Stoffe müssen chemisch gereinigt werden. Dies wird gewöhnlich durch die Pflegesymbole angegeben. Allgemein ist es ratsam, große Artikel chemisch zu reinigen, wie etwa mit Futter oder Zwischenfutter versehene Vorhänge, Bettüberwürfe, Schonbezüge oder Teile, bei denen Einlaufen ein Problem sein kann. Denken Sie daran, die Länge von Vorhängen zu messen, bevor Sie sie zur chemischen Reinigung bringen, und informieren Sie das Personal entsprechend. Polstermöbel sollten vor Ort gereinigt werden. Sind Sitz- oder Rückenbezüge abnehmbar, sollten Sie diese nicht separat waschen oder reinigen. Stellen Sie bitte sicher, daß das Personal der chemischen Reinigung über das empfohlene Lösungsmittel und Systeme, die auf dem Pflegesymbol auf dem Stoff angegeben sind, informiert ist. Beim Verband deutscher Wäscherei- und Reinigungsunternehmen bekommen Sie eine Liste empfohlener Betriebe.

WASCHEN:    Es ist allgemein bekannt, daß die Waschtemperatur ein wichtiger Faktor ist. Von gleicher Bedeutung sind die Wirkungen mechanischer Bearbeitungen und die Trockentemperatur. Hier ist es wichtig, die Empfehlungen des Stotfherstellers bezüglich Temperatur, Waschverfahren, Trocknen und Bügelverfahren zu beachten. Nahezu alle Waschpulver und Reinigungsmittel enthalten jedoch in der einen oder anderen Form Bleichmittel oder Aufheller, und diese können eine drastische Wirkung auf Farben haben. Als Alternative wird der Einsatz eines milden Flüssigreinigungsmittels empfohlen. In Gebieten mit hartem Wasser erhöht die Benutzung eines Wasserweichmachers die Wirksamkeit des Waschpulvers und unterstützt den Spülvorgang. Waschbare Stoffe sind nach dem Waschen gründlich zu spülen. Kurz anschleudern, trocknen und halb-feucht trockenbügeln oder zum Bügeln etwas anzufeuchten.

EINLAUFEN:    Webstoffe, die vor allem aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen hergestellt worden sind, laufen etwas ein. Bei Dekorationsstoffen ist es ganz normal, daß sie beim Waschen manchmal bis zu 10% einlaufen. Chemische Reinigung kann auch zum Einlaufen führen, im allgemeinen jedoch in kleinerem Umfang. Einlaufen ist bei Schonbezügen besonders zu berücksichtigen. Zu locker sitzende Schonbezüge sehen zwar nicht schön aus, es ist aber falsch, sie zu eng anzufertigen, denn selbst bei chemischer Reinigung können sie nicht mehr richtig passend übergezogen werden. Am besten ist es, den Stoff vor dem Anfertigen der Bezüge zu waschen, um möglichst viel Resteinlauf zu beseitigen. Falls dies nicht durchführbar ist, versuchen Sie, die Bezüge überzuziehen, solange sie noch feucht sind, und lassen sie am Stuhl oder Sofa trocknen. Bei kombinierten Artikeln wird Waschen in der Waschmaschine nicht empfohlen, da es zu Formverlust und Einlaufen kommen kann. Futter, Bänder, Kordeln usw., können ungleiche Schrumpfung aufweisen. Schnelltrockenverfahren, besonders Trocknen im Wäschetrockner wird nicht empfohlen, da es zu starkem Schrumpfen führt. Durch Waschen verursachtes Einlaufen kann etwas reduzierten werden, indem man den feuchten Stoff in Einlaufrichtung bügelt und dabei leicht streckt.

LÄNGENÄNDERUNG AUFGEHÄNGTER VORHÄNGE :    Atmosphärische Bedingungen, beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit, können sich ändern. Da wir darauf keinen Einfluß haben, können wir keine Verantwortung für Längenänderungen bei aufgehängten Vorhängen oder verspannten Stoffen übernehmen. Schwerere Stoffe, besonders die mit dickeren Zellulosegarnschüssen reagieren auf Änderungen der Luftfeuchtigkeit so das dieses ausschlaggebend für Längenveränderungen ist. Vorhänge sollten nicht zu nahe an Fenstern oder Heizkörpern hängen, wo entweder zu hohe Feuchtigkeit durch Kondensation oder übermäßige Wärme und Trockenheit starke Auswirkungen auf Längenänderungen und Verschmutzung haben können. Es empfiehlt sich Vorhänge immer mit einem angemessenen Saum anzufertigen. Seitensäume oder angebrachte Futterstoffe sollten von Hand gereinigt werden, um unterschiedliche Veränderungen zwischen Vorder und Futterstoffen zu vermeiden.

BÜGELN:    Chintz-Stoffe immer mit einem trockenen Bügeleisen (ohne Dampf) auf der Vorderseite, um möglichst viel Glanz zu bewahren. Alle Stoffe, besonders diejenige aus Naturfasern wie Baumwolle und Leinen, knittern etwas. Dies ist kein Fehler sondern ein Merkmal des betreffenden Materials. Die meisten Falten lassen sich durch Bügeln mit einem Dampfbügeleisen, sofern angebracht, oder durch Aufhängen des Stoffes auf einfache Weise entfernen.

FARBÜBEREINSTIMMUNG :    Aufgrund der Natur der gelieferten Produkte ist es nicht immer möglich, eine genaue Farbübereinstimmung zu erzielen. Obwohl alle Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, daß die Farben mit den in den Musterbüchern dargestellten Musterpaletten übereinstimmen, sind die Musterbücher nur ein Hinweis auf die Farbe, und zwischen einzelnen Lieferungen können geringfügige Abweichungen auftreten. Um eine möglichst optimale Farbgleichheit zu erzielen, ist eine Warenprobe der Lagerware erforderlich. In Fällen von Nachbestellungen von früher geliefertem Material ist es erforderlich, daß mit der Bestellung ein Musterstück beigelegt wird.

NACHBEHANDLUNGEN:    Wir können keine Verantwortung für Stoffen übernehmen, die nach dem Kauf irgendeiner Art von Behandlung unterzogen wurden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Nachbehandlungen die Stoffe hinsichtlich Abriebbeständigkeit, Reißfestigkeit, Bruchfestigkeit, Nahtschlupf, Farbe, Lichtechtheit und Beständigkeit ändern können.

TEFLON AUSRÜSTUNG:    Teflon ist eine molekulare Schicht, die die Fasern schützend umgibt um Öl-, Wasser- und Schmutzflecken zu verhindern. Teflon riecht, sieht und fühlt man nicht, ist atmungsaktiv und enthält kein FCKW. Flüssige Verschmutzungen können mit einem saugfähigen Tuch, die man an die Flüssigkeit hält, aufgesogen werden. Den Stoff erst nach Trocknug wieder benutzen.

FLECKEN:    Flecken lassen sich prinzipiell am besten entfernen, solange sie noch frisch sind und noch nicht in das Faserinnere eingedrungen sind. Meist reicht dann ein saugfähiges Schwammtuch oder Ähnliches, um sie schnell zu entfernen. Bereits eingetrocknete Flecken müssen detachiert werden. Über die Möglichkeiten gibt der Fleckenschlüssel Auskunft. Beim Detachieren niemals stark reiben. Um Hofbildung zu vermeiden, mit sauberem, saugfähigem Tuch vom Fleckenrand zur Mitte reiben. Bei kleineren Flecken genügt leichtes Klopfen mit benetzter Bürste oder angefeuchtetem Schwamm. Beim Arbeiten mit angefeuchtetem Schwamm bzw. Trockenschaum ist darauf zu achten, daß der Bezug nur angefeuchtet und nicht naß wird. Hinsichtlich der Wirkung von Detachiermitteln auf die Unter - polsterung und die Polsterfüllung sollten die Angaben der Hersteller beachtet werden. Eine örtliche Detachur lohnt sich nur bei kleinen Fleckenstellen. Bei größerer und starker allgemeiner Verschmutzung sollte das gesamte Polster gereinigt werden. Sehr gute Reinigungseffekte werden mit Sprüh-Extraktions-Geräten erzielt. Falls notwendig, kann der Flotte ein nichtionisches Waschmittel, z.B. ® Hostapur CX hochkonzentriert, zugesetzt werden. Das Arbeiten mit Bürst-/Saug-Maschinen ist weniger zu empfehlen, weil auf dem Polster verbliebene Rückstände an Shampoonierungsmitteln das Brennverhalten des Polsters negativ beeinflussen können. Nach der Reinigung sollte unbedingt auf eine vollkommene Austrocknung des Polsters geachtet werden. Dabei ist die Einwirkung von Hitze zu vermeiden.

ABNEHMBARE BEZÜGE:    Abnehmbare Bezüge können chemisch gereinigt werden. Waschen unter Pflegeleicht-Bedingungen bei 60° C ist möglich, wenn der Stoffhersteller dies angibt, z.B. auf einem Einnähetikett.

DRUCKSTELLEN:    Eine Entfernung ist möglich mit Dampf, z. B. mit einem Dampfbügeleisen, das jedoch das Polster auf keinen Fall berühren darf. Durch diese Behandlung richtet sich der Pol bzw. Flor wieder auf.

SHADING: Bei Velours kann es zu Polverlagerungen kommen. Es handelt sich hier um eine rein optische Erscheinung. Einfaches Bürsten genügt.

ELEKTROSTATISCHE AUFLADUNG:    Bei geringer Luftfeuchtigkeit, z.B. während der Heizperiode im Winter, kann es zu elektrostatischer Aufladung kommen. Wenn die Luftfeuchtigkeit nicht erhöht werden kann, empfiehlt es sich, eine Lösung mit 2 g/l Kochsalz aufzusprühen.

PILLING bzw. GRAUSCHLEIER:    Dies kann bei starker mechanischer Beanspruchung auftreten. In diesem Falle Polster mit elektrischem Rasierapparat (offenes Schneidsystem) oder aber mit speziell für diesen Zweck angebotenen Kunststoffbürsten bearbeiten.